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"Da haben wir wenig Spielraum"

Familienernäherinnen in prekären Lebenlagen
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Verfasser: Amacker, Michèle
Verfasserangabe: Michèle Amacker
Jahr: 2011
WSI-Mitteilungen
Mediengruppe: Unselbst Lit in Zss

Inhalt

Um Prekarität im Lebenszusammenhang zu verstehen, ist eine akteurszentrierte Analyse erforderlich, die nicht bei der Beschreibung prekärer Lebenslagen stehen bleibt, sondern darüber hinaus die Aneignung und Reproduktion dieser objektiven Bedingungen durch soziale Akteurinnen und Akteure zeigt. Im vorliegenden Beitrag wird Prekarität zunächst als sozialer Lagebegriff konzipiert, der ausgehend von der individuellen Lebenslage auch deren zeitlichen Verlauf, die aktuelle Haushaltssituation und schließlich die subjektive Bewertung mitberücksichtigt. Sodann wird das Konzept der alltäglichen Lebensführung eingeführt, das sowohl bezahlte als auch unbezahlte Arbeit reflektiert. Auf der Grundlage von qualitativen Interviews mit Familienernährerinnen in der Schweiz wird gezeigt, dass sich die Prekarität ihrer Lebenslage erst im Haushaltskontext manifestiert. Dabei wird deutlich, dass der Spielraum der Lebensführung abgesteckt ist durch die materiellen Rahmenbedingungen (die sich etwa ergeben aus der prekären Erwerbstätigkeit der Partner) sowie die Ansprüche, die die im Haushalt anfallende Care-Arbeit an sie stellt. So ist die Lebenssituation der Familienernährerinnen gezeichnet durch kumulierte Verantwortung und Belastung.
 
 

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Details

Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Amacker, Michèle
Verfasserangabe: Michèle Amacker
Jahr: 2011
Übergeordnetes Werk: WSI-Mitteilungen
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Beschreibung: H. 8, S. 409-415
Schlagwörter: Prekarisierung
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